Es war sooooo toll!

Von Luther zu warmen Decken

Am Anfang waren Luthers Thesen – am Ende spendete das Nürnberger Nadelglück neun fantastisch wärmende Decken an die Fürther Kiltrunners! Gut, dazwischen lagen 500 Jahre, ein Blauer Reformkiosk im Fürther Stadtpark und die Arbeit von vielen fleißigen Händen. Wie das alles zusammenhängt, kann man hier nachlesen: Das Reformationsjubiläum gab den Anstoß

Und wie schön und fröhlich die Übergabe der Decken war, ist auf den klasse Bildern von Thomas Scherer zu sehen:

Das Reformationsjubiläum gab den Anstoss 

1517 – eine Zahl aus dem Geschichtsbuch. Und aus dem Religionsunterricht. Fünfzehnhundertsiebzehn aber auch: ganz schön viel! Insbesondere, wenn es sich um Einzelteilchen handelt.

So viele blaue Häkelquadrate – in Fachkreisen Grannys genannt, hat das Nürnberger Nadelglück innerhalb eines Jahres gehäkelt und gestrickt. Zusammengenäht ergeben sie kuschelige Decken und diese werden am kommenden Mittwoch, 13. September 2018, einem guten Zweck übergeben: Den Kiltrunners in Fürth.

Wer dabei sein möchte, vielleicht sogar bei einer Rikschafahrt, kommt um 17 Uhr vor den Beck, Bahnhofsplatz 3, 90762 Fürth. Von dort aus geht es mit den Rikschas – oder zu Fuß, falls wir zu viele sind – in den Fürther Stadtpark. Etwa um 17:30 Uhr übergeben wir im Stadtpark die Decken ganz offiziell an die Kiltrunners.

Auch wenn es so aussieht

… der Reformkiosk schläft nicht, sondern arbeitet.

Wenn auch im Hintergrund. So ist es jetzt endlich an der Zeit, unsere kuscheligen Decken, die aus eintausenfünfhundertsiebzehn (in Zahlen: 1517)  – ach, was war da nochmal? – blauen Quadraten angefertigt wurden, einem guten Zweck zu übergeben. Wir, das heißt, das Nürnberger Nadelglück, haben lange gesucht und noch viel länger gehäkelt, gestrickt und dann liebevoll zusammen genäht. Über ein Jahr. Aber im September 2018 ist es nun soweit und: tatatata, die Decken werden gespendet.

Wer wohl der oder die glücklichen Beschenkten sein werden? Mehr in Kürze hier …

Danke, lieber Thomas Scherer!

Genau ein Jahr liegt die Eröffnung des Blauen Reformkiosks am 5. März 2017 zurück. Seit diesem Tag hatte unser Team einen ganz treuen Begleiter: Thomas Scherer hielt sämtliche Projekt-Openings und Finissagen aufmerksam und mit viel Detailfreude in großartigen Fotografien fest.

Seine Bilder sind bleibende Erinnerungen an Momente, auf die wir Monate lang hingearbeitet hatten: Der Blaue Reformkiosk mit seinen über 5.000 Besuchern, während dreier Jahreszeiten, bei Eiseskälte, strahlender Sonne und brütender Hitze.

Aber nicht nur für die Dokumentation unserer Kunstprojekte und Events während des Reformationsjubiläums möchten wir dir, lieber Thomas, herzlich danken. Ein ganz besonderes Dankeschön gilt Dir persönlich, unserem Kiosk-Freund der ersten Stunde, dass es Dir jedes Mal gelang, unsere Nervosität und das Lampenfieber durch Deine lässig-fröhliche Art in Sekunden dahinschmelzen zu lassen.

 

Blauer Countdown

Obwohl der Blaue Reformkiosk bereits im November 2017 aus dem Fürther Stadtpark verschwunden ist, bekommen wir immer noch neue Fotos von den Handschuhen aus dem Kunstprojekt ‚HandArbeit‘ zugeschickt. Dabei freuen wir uns über alle Einsendung aus nah und fern.

Eine ganz besondere Überraschung hat uns aktuell erreicht:
Wie sich die Blauen Handschuhe in der Hand einer Künstlerin entfalten, ist ab sofort im Projekttagebuch ‚HandArbeit‘  zu sehen. Ruth Bergmann aus Höchstadt nennt die Serie ‚Countdown‘.

Noch auf der Suche …?

Auch wenn das neue Jahr schon ein paar Tage alt ist, sucht doch mancher noch nach dem einen oder anderen passenden Neujahrswunsch.

Unser Blauer Handschuh No. 302/350 hat durch eine zufällige Begegnung mit seinem Kollegen am Gartenzaun einen ganz speziellen Vorschlag:

Maximalen Grip!

Dem schließen wir uns an, denn wer weiß, wie oft dieser Wunsch im Jahr 2018 noch hilfreich sein kann – bei Glatteis oder anderen rutschigen Oberflächen, bei der Suche nach einer griffigen Idee oder, ganz einfach, beim handfesten Zupacken.

In diesem Sinne also Ihnen allen ein „griffiges und gutes neues Jahr“ und den Handschuhen aus dem Blauen Reformkiosk eine gute Weiterreise!

 

Some like it hot

Nachdem uns kurz vor Weihnachten das Foto eines wagemutigen Blauen Handschuhs aus New York erreicht hatte, freuen wir uns heute sehr darüber, daß einer seiner Kollegen anscheinend ganz entspannt die letzten Tage des Jahres am Strand in der Maikadi Bay verbringt.

Gute Reise kleiner Blauer Handschuh

Wo es die Blaue Botschaft aus Franken wohl inzwischen hin verschlagen hat? Ob er die Reise im Mittelmeer fortsetzen wird oder ob sie jäh im ägyptischen Sandstrand endete? Wer weiß, wann und wo er wieder auftaucht, der Blaue Handschuh No. 237/ 350 …

 

Originell-widerborstig

Am 27.12.2017 lassen die Fürther Nachrichten das „Fürther Kulturjahr 2017“ Revue passieren – und selbstverständlich auch die vielen Veranstaltungen zum Reformationsjahr, unter denen die Aktionen des Reformkiosks besonders hervorgehoben werden.

Unsere Aktionen als „originell-widerborstig“ zu bezeichnen, ist eines der schönsten und – wie wir finden – treffendsten Komplimente, die der Blaue Reformkiosk einheimsen durfte.

Wir freuen uns riesig und sagen an dieser Stelle herzlich „DANKESCHÖN!“ für die mediale Begleitung durch die regionalen und überregionalen Medien!

Aus der neuen Welt

Ist es nicht toll, wie weit unsere Handschuhe aus dem Blauen Reformkiosk reisen? Zuerst machen sie kleine Schritte: Aus der Schachtel raus, von ihren Kollegen getrennt, dann springen sie in ein Auto und bald lauern sie im Check-in am Albrecht-Dürer-Airport auf ihre Weiterreise. Ob sie wohl mitfliegen dürfen?

Und ob sie dürfen. Zwischenstation Düsseldorf und dann, ein Sprung über den Atlantik. Andere Zeitzone. Strahlend blauer Himmel, während hier trübes, schneegraues Vorweihnachtswetter …

Blue Star auf Reisen

Unglaublich dieser Blick, den unser Blauer Handschuh so ganz frech angebracht, jetzt nach Manhattan hinüber genießt. Ob er in der neuen Welt wohl etwas davon erzählen wird, was er in den letzten 12 Monaten erlebt hat?

Zuerst schwamm er in einer ziemlich heißen Brühe um die richtige Farbe zu bekommen. Danach durfte er in der Auferstehungskirche Fürth das Abschlusskonzert der Kirchenmusiktage 2016 erleben und die Performance „Eisblumenblau“ begleiten.

Danach spielte er die Hauptrolle in seinem Handschuhleben: Er war einer unserer 350 Hauptdarsteller im Jubiläumsjahr der Reformation und verbrachte aus diesem Grund mehrere Wochen in der mystisch erleuchteten temporären Skulptur im Fürther Stadtpark.

Wir hoffen sehr, daß der luftige Platz über dem Hudson unserem fränkischen Botschafter bekommt und wünschen: Take good care lill‘ blue glove!

 

 

Im Nikolausstiefel

Schicken Sie uns Ihr Foto …

Ein einfacher Satz – in Zeiten von Smartphone und Selfie– leicht dahin gesprochen.
Wenn, ja wenn da nicht noch ein paar kleine Bedingungen an die Bitte geknüpft worden wären:
Das Foto soll ein Straßenschild, eine Tafel oder ein Denkmal zeigen mit dem Namen Martin Luther.

Soweit so gut. Aber es sollte auch noch eine Person im Bild unseres Projektes ‚Hier stehe ich‘ zu sehen sein. Ein Mensch, der sich positioniert. Im Heute. Mit oder unter diesem teilweise auch umstrittenen Herrn aus dem Mittelalter. Stellung beziehen, nicht nur ‚posen‘. Gedanken machen.

Will ich das wirklich?

Wir sind uns sicher, diese und auch Fragen: Wie sehe ich mich? Und wie sieht man mich? gingen unseren ‚Models‘ durch den Kopf. Zumindest, bevor sie ihr Foto endgültig an den Blauen Reformkiosk abgeschickt haben.

Auge in Auge

Nach einem Jahr der Vorbereitungen konnten wir im Blauen Reformkiosk, der temporären Skulptur zum Reformationsjubiläum im Stadtpark Fürth, zur Eröffnung am 5.März 2017 die Fototafeln zeigen.
Leicht federnd standen sie an langen Metallstangen auf Augenhöhe montiert.  So gingen unsere Besucher durch einen wippenden Wald und sahen den Fotografierten direkt in die Augen.
Es war gleichzeitig eine Reise durch Dörfer und Städte Europas. Um nur einige aufzuzählen: Dresden, Nürnberg,  Augsburg, Dortmund, Leipzig, Wien, Straßburg und sogar Lissabon.
Manche Orte waren zudem direkt mit dem Leben und Wirken des Reformators verbunden, wie Wittenberg, Coburg oder Rom.

Ohne Einsendeschluss

Nachdem die Ausstellung Ende März 2017 zu Ende ging, passierte etwas Aussergewöhnliches.

Plötzlich tauchten bei Gesprächen und im Mailbriefkasten des Blauen Reformkiosks Nachfragen auf, ob denn noch weitere Fotos gewünscht sind. Wir signalisierten >OPEN END< und freuen uns deswegen bis heute, daß immer wieder neue Bilder eintreffen.

Einen Großteil der Fotos haben wir inzwischen in unsere roten Nikolausstiefel gepackt. Sie sind zu finden im Projekttagebuch ‚Hier stehe ich‘.